Shikoku Geburtsort des Begründers des Sihngon-Buddhismus Kooboo Daishi (774-835), (im Westen als esoterischer Buddhismus bezeichnet) steht für die Schönheit der Natur und das Streben nach Spiritualität. Hier verläuft die Route der 88 Tempel, Japans berühmtester Pilgerweg. (aus Japan Reisebuch)
Angefangen bei Regen. Sturmwarnung und geschüttet aus Kübeln. Mit Wandern (Pilgern!) wird das nichts. Wenn ich die hügelige Landschaft aus dem Fenster meines Hotel anschaue wird mir komisch. Automieten. Habe ich gemacht. Abholen am Flughafen Takamatsu. Ein sehr kleiner Flughafen. Niemand war an der Autovermietung. Die Information bestand aus einem Schalter mit einer nicht englisch sprechenden Person. 😦 Jedoch hat sie sich bemüht jemanden zu holen. Sie hat mit der Autovermietung über Tel gesprochen und die sagten ich hätte nicht reserviert. Es war ein Fehler meinerseits. Ich bekam ein Auto – kleiner Nissan, süss und musste mich ans links fahren gewöhnen.
Ich wollt doch ins Tal der Puppen. Da kommt man nicht hin ohne Auto. So abgelegen wie das ist. Im nowhere – wörtlich.
Ich bin sehr früh aufgestanden da ich wusste es dauert. Nun Problem mit dem GPS – war auf Englisch eingestellt jedoch reagierte es nicht. Keine Ahnung. Vor dem Hotel 2 Taxis. Ich habe die Taxidriver gefragt ob sie mir helfen können. Ich will dahin – die haben mich angeschaut wie … kannten sie nicht (wieder diese Touristen) und wussten auch nicht wie GPS funktioniert. Hotel Receptionist konnte helfen. Man gibt einfach die Telefonnummer ein, die auf der Webseite der betreffenden Ortschaft steht, und fertig. Einen Teil der Insel habe ich kennengelernt ohne, dass ich ans Ziel kam. Schon 3 Stunden unterwegs.

Strasse durch Wälder und über Schluchten


Das spektakuläre Iya-Tal ist ein besonderer Ort. Tiefe Schluchten und dichte Bergwälder. Nicht einmal Tarzan käme da durch. Ich wunderte mich noch, dass es auf einmal Reisecars auf der Strasse hatte. Komisch, gehen sicher nicht alle ins Puppental. So berühmt ist das nun auch wieder nicht. Nishi-Iya ist das besser zugängliche Ende des Iya-Tals. (GPS hatte recht) Das Ziel ist ein riesiger Parkplatz an der kleinen Lianenbrücke. Die Hängebrücke aus Schlingpflanzen sind wunderbare Überbleibsel eines entlegenen und zeitlosen Japans. Viele Touristen die diese Brücke sehen wollen. Sehr berühmt. Fahren nach Besichtigung und über die Brücke schwanken auch gleich wieder weiter. Man kann über die Brücke gehen. Die Holzpanelen stehen sehr weit auseinander für meine Begriffe. Eine sehr tiefe Schlucht.
Und nun rein ins Tal nach Nagoro Village of Scarecrow. „Vogelscheuchendorf“) Ca. 1 Stunde Fahrt durch Wälder und kleine Strassen. Durch den starken Regen auch teilweise fast unpassierbar. Zum Glück kein Verkehr. Keinen einzigen Getränkeautomat (じどうはんばいき jidohanbaiki ) auf der Strecke. Sonst gibt es die überall! Auch im Dorf nicht. Es leben noch 17 Personen im Dorf.
Und plötzlich diese Puppen die an der Bushaltestelle warten, sich auf der Veranda unterhalten und auf dem Feld arbeiten, sind nämlich tatsächlich lebensgrosse Puppen. Die Figuren wirken erstaunlich echt und haben auch individuelle Gesichtszüge. Sie sorgen für eine surreale Szenerie in dem ruhigen, friedlichen Flusstal .


Es gibt noch eine Bushaltestelle, die aber fast nicht mehr angefahren wird.

Mit der Puppenmacherin Tsukimi Ayano. Sie hat über 350 Puppen gefertigt. Die Kleider bekommt sie geschenkt. Man kann bei ihr auch einen Nagoro scarecrow Kurs besuchen.

Feldarbeiter


Turnhalle vom ehemaligen Schulhaus. Party time.

Schulhaus


Warum nicht in einem abgelegenen Schweizertal…



Nach einigen Stunden Fahrt und eindrücklichen Bildern bin ich wieder in Takamatsu.
Dein Mut und deine Entschlossenheit sind bewundernswert 👏👏👍🤩.
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