mit 515 000 Einwohnern. Matsuyama liegt in einem weiten Flussbecken und ist berühmt für das Doogo-Onsen-Honkan, ein luxuriöses öffentliches Badehaus aus dem 19th Jahrhundert über alten heissen Quellen erbaut. Leider in Renovation – man konnte nicht viel sehen. Ich bin ja wegen der Pilgerroute nach Matsuyama gefahren mit dem Zug. Fast 200 km morgens um 06:00 Uhr da ich ja einen kurzen Teil (sehr kurzen Teil) der Pilgerroute machen will. Ich habe gelernt aus Takeaway Kaffeebecher zu trinken, sowie aus Dosen heissen Kaffee aus Getränkeautomaten. (schmeckt gar nicht so schlecht wenn es nichts anderes gibt)
Von Matsuyama mit dem Bus nochmals 30 Minuten oder weniger gefahren. Nun zu Fuss. Zuerst der Strasse entlang, durch Wald, Berg hoch, Berg runter ca. 3 1/2 Stunden bis ich bei Tempel 51 war. Sehr anstrengend und es was heiss.
Es gibt 88 Tempel die zur Pilgerreise gehören. Länge 1200 km, Dauer 6-8 Wochen, Schwierigkeitsgrad teilweise hoch über tückisches Gelände und die Ausschilderung ist meist auf Japanisch. Jährlich machen 100 000 Pilger die komplette Wallfahrt. Viele bewältigen zumindest einen Teil der Strecke – wie ich 🙂
Es braucht eine gute Planung um diese Pilgerreise zu machen. Ganz unabhängig von der Motivation jedes einzelnen Henro (Pilger) folgen alle, die den Pilgerweg gehen, einer sehr ähnlichen Routine. Auch die Kleidung ist uniform. Ein weisses Gewand signalisiert ernsthafte Pilgerabsichten und einen reinen Geist , der Strohhut schützt Pilger schon seit Ewigkeiten vor Sonne und Regen, in die Hand gehört der Kongoozue ein farbenfroher Stab. Auch die Zeremonie in den Tempeln ist fast überall gleich: das Klingeln der Glocke, das singen des Herz-Sutra am Daishi-doo (einem der beiden Hauptgebäude auf jedem Tempelgelände) und schliesslich die Anmeldung an Nookyoo-jo (Schalter) wo das Pilgerbuch mit schönen Schriftzügen versehen wird, die den Tempelnamen und das Datum der Wallfahrt dokumentieren.
Ich habe nur 2 Pilger gesehen im Tempel. Sahen eher erschöpft aus. Ich denke mir, dass ich das nicht, auch mit einem reinen Geist und einer guten Vorbereitung bewältigen kann.


Tempel 51 Ishite-ji ist einer der grössten und eindrucksvollsten des Rundwegs. Ishite bedeutet „steinerne Hand“. Der Tempel und die Tempel Umgebung fand ich sehr schmutzig, ungepflegt (ungewöhnlich für Japan). Das Pilgerrestaurant war auch nicht sehr „anmächelig“ und es roch sehr unangenehm. Das Dormitory am Weg hätte ich gerne von innen gesehen. War geschlossen nur für Pilger.










Bald werde ich diese schöne Insel verlassen. Doch noch ein kurzer Blick auf die Burg von Matsuyama lohnt sich.

Blick von der Burg. Sie soll zu den ältesten Burgen Japans gehören.


