Weiterreise nach Wajima auf der Noto Halbinsel. Ein Fischerhafen direkt am japanischen Meer. Die Stadt ist bekannt für ihre Lackarbeiten. Die Region war früher ideal zur Lackherstellung, da der Lackbaum sehr häufig auftrat. Ich wusste gar nicht, dass es einen Lackbaum gibt. Habe auch keinen gesehen. Heute kommt der Rohlack meist aus China.

Wajima die Stadt selber ist eher traurig anzusehen. Viele Hotels sind zu – es gibt nicht viel zu sehen. Es gab einen berühmten Morgenmarkt, der jedoch sehr verkleinert und eher freudlos daherkommt. Wenig Touristen. 2 Busse mit japanischen Senioren habe ich gesehen. Beim Frühstück in „meinem“ Hotel. Alter Schuppen mit Tatamimatten. Hat wie ein Strohreisfeld gerochen. Ich war schon ganz verschnupft von diesem eher komischen Geruch.

Zimmer mit Tatamimatten die sehr komisch gerochen haben. 3 Jahre war das Hotel mehr oder weniger zu. Ein Riesenschuppen mit Konferenzräumen und Bankettsälen (habe rumgeschnüffelt) Es gab kein Essen ausser Frühstück und das mit 100 japanischen Senioren!
Auch Lackarbeiten habe ich wenig gesehen. Das Museum war zu – die 3 Jahre die Japan geschlossen war hat enorm geschadet. Vielen Museen waren und sind geschlossen due Corona.

Salzgewinnung an der Küste entlang

Fische und Meeresfrüchte – sehr gut hier. Habe ein gutes Restaurant gefunden durch den Family Markt Verkäufer.




Fisch eingelegt. Die Gerüche auf diesem Markt sehr gewöhnungsbedürftig! 😦

Die Reisterrassen (schon wieder Reis) von Senmaida sind ein Wahrzeichen an der Küste. Zum Autofahren an der Küste entlang ist fast schon ein Glücksfahren. Es gab kürzlich eine Erdbeben und teilweise sind die Strassen beschädigt. Sonst ist die Küste reizend.
Senmaida ist ein Kulturerbe. Einst gab es die Reisterrassen überall in Japan, doch so langsam verschwindet diese uralte Methode des Anbaus. Die „tausend“ Reisterrassen, die sich den Hang hinaufwinden sind faszinierend anzusehen und traumhaft schön.





Die Küste ist felsig und die Strassen sind sehr schmal und teilweise kriminell.

Auch ist die Küste sehr verschmutzt. Bei Sturm spült es den ganzen Dreck das im Meer gelandet ist an die Küste.

Viele Häuser stehen leer. Den Barbershop braucht es wohl auch nicht mehr. Einsam und verlassen ist vieles.
Das Highlight der Stadt ca 20 km ausserhalb – auch kriminell zum fahren. (auf der anderen Seite)
Der Soji-ji Soin Tempel aus dem Jahr 1321. und diente zunächst als Haupttempel der Soto-Zen-Schule, wurde aber inzwischen zum dem Nebentempel degradiert. 2007 richtete ein Erdbeben an einigen Gebäuden erheblichen Schaden an. Die mühevollen Restaurierungsarbeiten sind fast abgeschlossen. Es leben noch einige Mönche im Tempel. Man kann über Nacht bleiben und eine gute vegetarische Küche geniessen (steht im Reisebuch) leider nicht für allein reisende Frauen. Sososo.




Schöne Gärten und rundherum Wald. Ein Tempel oder Schrein ist immer mit Bäumen umgeben. Die dürfen nicht abgeholzt werden. Traumhaft renoviert. Es ist so friedlich – ich war allein – keine Touristen. Nachmittag. Ich denke mir Vormittags ist mehr los. Ich wünsche es den Leuten in dieser Region.


Nun geht es weiter in die Berge. Nach Takayama. Schon wieder Berge oder immer noch Berge.