Was ist der Unterschied zwischen Schrein und Tempel? Schreine werden durch das Vorhandensein eines Torii gekennzeichnet, eines hohen Eingangstors mit Querstangen, das an den Grenzen des Geländes platziert ist.
Tempel

Schrein

Ein Tempel hingegen hat ein schräges, hausartiges Eingangstor.
Unterschied zwischen Buddhismus und Shintoismus? Kurz zusammengefasst. In der Regel wird der Shinto für fröhliche Anlässe, wie Neujahr und alltägliche Gebete genutzt. Der buddhistische Glaube wird aufgrund seiner Philosophie von dem Leben nach dem Tod für ernste und traurige Anlässe gebraucht.
Gotokuji: Der Winkekatzen Tempel. Der Gotokuji ist der berühmte Winkekatzen-Tempel im Westen Tokios. Er bietet, neben den süssen winkenden Katzen (Maneki Neko), schöne japanische Bauten und liegt etwas abseits der üblichen Touristenpfade. Legenden besagen, dass die Winkekatze ihren Ursprung in der Edo-Zeit hatte, als ein armer Mönch Streunerkatzen in seinem Tempel aufnahm. Zu der Zeit besuchte Fürst Naotaka li aus Hikone (nördlich von Kyoto) den Heruntergekommenen Tempel und rastete in der Nähe unter einem nächtigen Baum. Plötzlich entdeckte er am Eingang des Tempels eine Katze, die ihn mit einer Winkebewegungen zu sich lockte. Neugierig folgte der Fürst der Einladung der Katze. Kurz darauf wurde der Baum von einem Blitz getroffen und ging in Flammen auf. Aus Dankbarkeit liess er den Tempel renovieren und ihn in seinen Familientempel verwandelte. Die Geschichte verbreitete sich schnell. Die Bevölkerung fing dem Tempel Winkekatzen-Figuren aus Ton zu schenken, sobald sich ein Wunsch von ihnen erfüllte.


Neko, Neko zu hunderten.

Schöne Gartenanlage mit kleinem Friedhof.


Bye bye – See you.
Nikko Tempelanlage
Nördlich von Tokio weicht die Kanto-Ebene einer Landschaft aus Bergen und Wäldern, eine schöne Kulisse für die Spektakulären Schreine und Tempel von Nikko. Das Naturheiligtum Nikko zählt zu Japans Hauptattraktionen, ist Weltkulturerbe und bewahrt die Reichtümer aus der Edo-Zeit. Ursprüngliche Wälder aus hochgewachsenen Zedern beherbergen kostbare Shinto-Schreine und buddhistische Tempel, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen.
Nikko wird in der Hochsaison (Sommer und Herbst) und an den Wochenenden von tausenden Besuchern angelockt. Einen längeren Aufenthalt wäre von Vorteil, da es eine wunderschöne Berglandschaft, Flüsse und Seen sowie Wasserfälle im Umland hat. Grösstenteils gehört alles zu einem Nationalpark. Leider konnte ich nicht übernachten, trotz Hotelreservation, da ich meinen Passport in Tokio vergessen habe. No way mein reserviertes Zimmer zu bekommen. Ein tolles Hotel etwa keine „Kaschemme“. Ich habe alles versucht: e-mail mit Passaport-Kopie zu senden sobald zurück in Tokio – Telefon zu meiner Landlady – ID wurde nicht akzeptiert! This are the rules! Japan.
Japan steht allgemein im Ruf, besonders viele Verbote, Regeln und Tabus zu haben. Es gibt viele nicht ausgesprochene Regeln in Japan – muss man einfach wissen. Vieles ist veraltet und man hält daran fest. Japan steckt oft in altmodischen Denkmustern fest.
(Interessant wäre auch das Thema Gleichberechtigung: Frauen in Japan – schnelle Veränderungen sind nicht in Sicht)
Das erste für mich – vergiss nie dein Passport bei Übernachtungen auswärts.
Esse und trinke nicht auf der Strasse , sei pünktlich, das heisst mindestens 10 min zu früh, Rolltreppe – watsch out- linke Seite stehen, rechte Seite zum gehen, bitte keine Telefone in public transport, Taxi Türen öffnen automatisch, versuche nie eine Türe selbst zu öffnen, Abfall bitte nach Hause nehmen, nimm immer ein „Hand towel“ mit dir, viele Toiletten haben keine Trockner für die Hände, immer etwas Bargeld in der Tasche, (immer noch ein Bargeld Land) Rauchverbot überall. Nur ein paar der alltäglichen Regeln.

Weiter mit Nikko
Geschichte: Mitte des 8. Jhs. gründete der Priester Shodo Shonin (735-817) hier eine Einsiedelei. Sie diente der Ausbildung buddhistischer Mönche, bevor diese Ära im Dunkel der Geschichte verschwand. Bekannt wurde Nikko, als dort das Mausoleum von Tokugawa Ieyasu errichtet wurde – jenem Kriegsherrn, der Japan unter seine Kontrolle brachte und ein mehr als 250 Jahre währendes Shogunat begründete. Der Shogun wurde im Schatten der hohen Zedern von Nikko, in einem weniger grandiosen Thosho-gu bestattet. Sein Enkel begann die Arbeiten an dem Kolossalen Schrein Thosho-gu mit einer Armada von rund 15000 Kunsthandwerker die das Projekt in zwei Jahren vollendeten.
Tosho-gu der üppig verzierte Shinto-Komplex vor idyllischer Naturkulisse zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zu den eindrucksvollen Bauwerken der Anlage gehören das goldglänzende Sonnenuntergangstor und eine fünfstöckige Pagode.











Die bekannte viel fotografierte rote Brücke über dem Daiya-gawa steht an dem geheiligten Ort, an dem Shodo Shonin den Daiya-Fluss auf dem Rücken von zwei riesigen Schlangen überquert haben soll. Bei der heutigen Konstruktion handelt es sich um einen Nachbau von 1907, da das Original aus dem 17. Jh. bei einer Flut weggespült wurde. Die Brücke ist nicht begehbar. Die rote Brücke wurde öfters von westlichen Künstlern gemalt.