
Die Reise von Itoigawa nach Aomori spannend und interessant. Wetter sehr heiss und feucht.
Itoigawa zu Besuch bei meiner Landlady Keiko-san. Als ich auf der Reisfarm gearbeitet habe, war sie meine Landlady vor 2 Jahren.
Der Reisfarmer hat letztes Jahr ein Restaurant gebaut für seinen Schwiegersohn, der Koch ist, und in den grossen Häusern gearbeitet hat. Sein Restaurant ist nun das Mürir.
Sehr gute Küche, französisch angehaucht darum auch der Name Mürir. In Tokyo oder anderen Grossstädten wäre das Restaurant sicher ein Runner. Jedoch sind die Reisfarmer eher an die traditionelle Küche gewöhnt und wagen sich nicht an das ungewohnte. Auch der Mann von Keiko-san ist nicht begeistert. Er hat ein Firma mit Landwirdschaftsmaschinen und einer Werkstatt mit Angestellten. Auch für die nicht interessant da es im höheren Preissegment liegt.

Landschaftlich traumhaft schön zwischen den Reisfeldern.

Restaurant Mürir.








An der Küste von Itoigawa.

Itoigawa nach Sakata 350 Km
Abenteuerlich. Am japanischen Meer entlang und wieder in die Berge, schmale Strassen und kurvig.
Sakata ist eine Küstenstadt am japanischen Meer. in der Präfektur Yamgata im Nordwesten von Honshu. Reisfelder überwiegen in der Landschaft. Es war wie eine Geisterstadt. Sonntag und ausgestorben. Quartiere die längst nicht mehr bewohnt werden. Efeu und sonstiges Unkraut wächst bereits aus den Fenstern und Türen der Häuser. Ein trauriger Anblick.
Die Residenz und der Garten der Familie Homma ist reizend. Auch die Geschichte der Familie ist interessant, die heute im Golfbusiness tätig ist.




Die Sommerresidenz mit traumhaftem Garten.

Hier wurden die Gäste vor 1945 empfangen. Heute Museum.


Das Warehouse – noch teilweise genutzt.
Die Familie Homma (auch Honma geschrieben) ist bekannt für ihren Reichtum und Einfluss in Sakata. Sie waren eine einflussreiche Kaufmannsfamilie die im 17. bis Mitte des 20. Jahrhundert zu den wohlbabendsten in Japan zählte. Ihre Residenz, ist ein wichtiges historisches Wahrzeichen und ein Zeugnis ihrer Geschichte. Homms Garten und Museum , sowie Homms Residenz ist ein Mischung aus Samurai- und Kaufmannsarchitektur. Die Villa und der japanische Garten der Familie wurde 1947 für die Öffentlichkeit geöffnet. (Heute im Golf-Business tätig. Honma-Golfschläger waren die Besten vom Besten) Die Sankyo Reislagerhäuser waren geschlossen. Sie werden noch heute genutzt. Ein Teil davon dient als Reismuseum. Man konnte sie nur von aussen besichtigen. No Tourist alles ruhig. Da im Hotel die Restaurants geschlossen waren mussten wir etwas suchen, was sehr schwierig war. Endlich ein Itzukaya. Freudlicher Empfang und wiedermal war ich gefragt mit Japanisch. Big challenge. Herausfordernd und es braucht Mut die paar Wörter die man weiss auf irgendeine Art auszudrücken. Uff. Schwierig.

Wir sassen an der Bar. Sonst wäre der Boden die Sitzgelegenheit gewesen!

Spezialität aus Sagata Präfektur Yamagata. Tama-Konnyaku sind Kugeln immer auf Spiessen die von der Teufelszungenwurzel (Amorphophallus konjac) hergestellt werden. Die Wurzel (Knolle) wird verarbeitet zu Gelee. Es war lustig und gemütlich. Verständnis der Spache… na ja – mit dem offerierten Sake ging es besser. 🙂
Von Sakata nach Akita 110 km


Genau so abenteuerlich. Schmale Strassen. Meer, Berge und Wälder. Ein erfrischender Roadtrip. mit reilich Natur und Kultur, um das schöne Japanische Meer und die Shonai-Region zu geniessen.
Akita befindet sich im Norden der Insel Honshu mit dem Japanischen Meer im Westen. Es ist eine ländliche Präfektur, in deren tiefer liegenden Gebieten grossflächer Reisanbau das Landschaftbild prägt. Auch die Sake Herstellung nimmt einen wichtigen Platz ein.
Der Lotusblumensee ist direkt nebem dem Senshu-Parks. Zudem findet man hier die Ruinen der Burg aus der Edo-Zeit.


Das Akita Museum of Art wurde von dem bekannten Architekten Tadao Ando gebaut. Das Museum beherbergt unter anderem eine grosse Sammlung von Werken von Tsuguhar Fujita, der wohl bekannt ist als Leonard Foujita – dem wohl berühmtesten Maler Japans im westlichen Stil. (Tsuguhar Foujita hat auch eine sehr interessante Lebensgeschichte)



Übrigens der Akita ist auch eine anerkannte Hunderasse.
Von Akita to Aomori 200 Km
Aomori ist eine Grossstadt, ein Seehafen und Verwaltungssitz der gleichnamigen Präfektur Aomori an der Nordspitze von Honshu. Holzwirtschaft und Fischerei sind die bestimmenden Wirschaftsfaktoren von Aomori. Die grünen Landschaften, berühmten Feste und Weltkulturstätten sind noch relativ unbekannt. Wenig Touristen. Nur japanisch zu Sprechen ist eine grosse Herausforderung. Es happert halt immer noch.





Arbeiter bei 33 Grad am ausbessern eines Daches.
Sannai Maruyama Stätte ist eine prähistorische Siedlung. Es ist eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten Japans und bietet einen faszinierenden Einblick in das Leben der Jomon-Zeit vor über 5.000 Jahren.
Die Ausgrabungen begannen 1992 und brachten eine weitläufige Siedlung mit über 500 Grubenhäusern, Langhäusern, Vorratsgruben und Gräbern zutage.
Im Besucherzentrum fidet man das Sanmaru-Museum, das über 1000 Artefakte ausstellt, darunter Keramiken, Steinwerkzeuge, Tonfiguren und Schmuckstücke aus Jade und Bernstein. Viele dieser Funde sind als wichtige Kulturgüter Japans eingestuft.
10 Minuten zu Fuss vom Sannai Maruyama entfernt befindet sich das Aomori Mseum of Art. Es ist bekannt für seine markante Architektur und seine Sammlung von Kunstwerken die mit der Region Aomori verbunden sind. Das Museum wurde von Jun Aoki entworfen und zeichnet sich durch seine kubische, weisse Architektur aus, die einen starken Kontrast zur umliegenden Landschaft bildet. Besonders bekannt ist der 8.5 Meter hohe Skulptur des Aomori-Ken Hundes von Yoshiomo Nara dessen Werke weltweit ausgestellt werden. Die meisten Ausstellungsräume befinden sich unterirdisch und wurden so konzipiert, dass sie an eine archäoligische Stätte erinnern.
Für mich war es eher verwirrend die vielen unterirdischen Räume zu besuchen. Zu viele zu verwinkelt zu unübersichtlich. Weitläufig!




Showa Daibutsu Seiryu-Ji
Aomori Buddha ist eine grosse Buddhastatue, bekannt als Showa Daibutsu, die sich im Seiryü-ji-Tempel in der Stadt Aomori beindet Sie ist aus Bronze gefertigt und hat eine Höhe von 21 Meter. Die Statue wurde 1984 fertiggestellt und zeigt den Buddha in meditierender Haltung.
Eine fünfstöckige Pagode aus Zedenholz angefertigt. Nach der Pagode geht ein schöner Waldweg zum grossen Buddha. Kleine Schreine stehen am Wegesrand. Ein schöner meditaver Weg. Kühler im Wald. Es war immerhin 33 Grad.





Aomori Nebuta-Matsuri Museum
Sehr berühmt ist das Nebuta-Matsuri von Aomori. Es werden riesige Laternengebilde durch die Strassen getragen. Es ist eines der berühmtesten Feste Japans und das bekannteste Ereignis in der Präfektur Aomori. Es wird jedes Jahr zwishen dem 2. und 7. August abgehalten und zieht Millionen Besucher an. Wir schauen uns das Museum an. Die Laternenflösse sind aus Papier gefertigt über Drahtgitter. Manche Ausstellungstücke sind echte Flösse aus den Vorjahren des Festes. Die Tänzer und Trommler haben schon geübt für das bevorstehende Fest.




Aomori auch Apfelland. Es werden etwa 60% der Äpfel angebaut, Cidre, eine Art Calvados und natülich „Süssmost“. (Apfelsaft)






Sonnenuntergang aus Akita. Nun gehts weiter nach Hokkaido.

Byebye Honshu. Auf nach Hokkaido.