Hokkaido ist die zweitgrösste Insel Japans. Sie ist mit Abstand flächengrösste Präfektur Japans. Die grösste Stadt und zugleich Sitz der Präfekturverwaltung ist Sapporo. Hokkaido hat 5,4 Millionen Einwohner, darunter etwa 11.000 der indigenen Minderheit der Ainu nach einer Volkszählung 2023. Allerdings ist die Abgrenzung schwierig, da viele Ainu sich im Laufe der Geschichte mit der japanischen Mehrheitsbevölkerung vermischt haben und ihre indigene Identität nicht mehr aktiv leben.
Die erste japanische Siedlung entstanden im 15. Jahrhundert im Süden der Insel als Handelsposten. Da die in Japan üblichen Formen der Landwirschaft aber wegen des kühlen Klimas der Insel unbrauchbar waren, wurde der grösste teil Hokkaidos erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Japanern besiedelt.
Hokkaido als regionale Wirtschaft hat in den letzten zwei Jahrzehnten unter vielen ensthaften wirtschaftlichen Problemen gelitten, denn die Hauptwirtschaftszweige sind Landwitshaft und Tourismus. Bei den vielen Wäldern ist die Forstwirtschaft sowie die Fischerei eine lukratives Einkommen.
Hakodate
Hakodate zählt zu den grössten Städten auf Hokkaido. Über der Stadt erhebt sich der 334 Meter hohe gleichnamig Berg Hakodate. Vom Gipfel, auf den eine Seilbahn fährt, bietet sich ein spektakulärer Panoramablick. Am Fusse des Berges liegt das Viertel Motomachi mit steilen Strassen und Gebäuden , die zu Beginn des 20. Jahrhunderts im westlichen Stil erbaut wurden.
Wir kamen von Aomori bei Fähre nach Hakodate. Ungefähr 3,5 Stunden bis Hakodate. Das Hotel lag direkt am Hafen mit einer tollen Aussicht. Auto in Empfang genommen. Mich wunderte es, dass es so viele Touristen hatte. Amerikaner. Bis ich erfahren habe, dass ein Kreuzfahrtschiff tausend Amerikaner ausgespuckt hat. Unglaublich was für ein Chaos! Das Zentrum von Hakodate war overcrowded. Zum Glück war der Spuk am Abend vorbei.

Fähre: Die billigere Klasse. Nichts drin nur ein Gestell um die Schuhe reinzustellen. Dann legt man sich auf den Boden und schläft die 3,5 Stunden bis Hakodate. Das können nur die Japaner.

Die höhere Klasse. Bequeme Sessel, schon alleine auf einem Futon zu schlafen und aufzustehen vom Boden wird langsam beschwerlicher.

Sicht aus dem Hotelfenster dirkekt auf das Kreuzfahrtschiff.
Sightseeing
Aufstieg auf den Mount Hakodate. Der Berg ist ein inaktiver Vulkanberg. Die Aussicht auf die umliegende Bucht ist sensationell.

Aino Museum
Das Hakodate City Museum of Northern Peoples wurde erstmasl 1989 eröffnet. Das Museum zeigt wie die Ainu gelebt haben – teilweise noch immer – und ihre traditionellen handwerklichen Arbeiten.



Das Museum befindet sich in der Bank of Japan gebaut um 1926. Die Räume und die Korridore sind sehr speziell. Auch in diesem Quartier befindet sich das Motomachi Quartier. Es liegt an den Hängen unterhalb des Hakodate Berges und bietet auch einen herrlichen Blick auf die Bucht. Hier gibt es gut erhaltene Villen im westlichen Sitl, ehemalige Verwaltungsgebäude und Gotteshäuser. Hakodate wurde 1859 zu einem offenen Hafen. Es kamen Unternehmer aus Russland, China und dem Westen.
Aus Karlsbad damals kam Carl Raymon der Schinken und Wurstmacher. (1894 bis 1987) 1925 ist er nach Hakodate gekommen und hat eine Japanerin geheiratet. Das Geschäft sowie die Fabrik existiert immer noch, allerdings nur auf Hokkaido. Durch die Deutschen wurde auch das Brot in Japan bekannt.
Es gab nebeneinander gleich drei Kirchen, die russisch – orthodoxe, die römisch-katholische Kirche und die St. John’s Kirche und gleich daneben der Schrein.





Blick von Motomachi.
Fischmarkt
Fische, Krabben (Kane) Shashimi, Roggeneier, Muscheln, Schnecken… ich habe noch nie soviele Meeresfrüchte und Fische gesehen wie hier. Das meiste dieser Meeresfrüchte, Krabben etc. kommen aus Russland.





Essen: Hokkaido ist bekannt für seine Meeresfrüchte, insbesondere Krabben und Lachs sowie seine Milchprodukte und Gemüse. (hauptsächlich Kürbisse, Mais und Kartoffeln) Früchte im Moment nur Melonen und Beeren. Haskap genannt. Gibt es nur auf Hokkaido. Geschmack süss/sauer. Mit nichts vergleichbar.
Ramen: Sapporeo Ramen: Miso-basierte Brühe, oft mit Mais und Butter. Asahikawa Ramen: Fisch-und Schweinefleischbrühe oft mit dunnen Nudeln. Hakodate Ramen: Klare salzbasierte Brühe oft mit Meeresfrüchten und dünnen Nudeln. Königskrabben, Schneekrabben und Rosshaarkrabben: Frisch und Krabben sind oft in Restaurants mit All-ou-can-eat-Angeboten erhältlich und gegenüber Europa sehr preiswert. Kaisendon: Reisgericht mit verschiedenen frischen Meeresfrüchte wie Lachs, Uni (Seeigel) und Krabben.

Die Trambahn in Hakodate. In die Jahre gekommen. Funktioniert langsam und rumplig.
Und weiter gehts nach Lake Toya.