Über die Berge nach Asahikawa. Interessante Strecke mit Auf und Ab sowie immer viele Tunnels. Man sieht nur grün. Herrlich grün. Die Regenschauer durften nicht fehlen.




Auf dem Weg von Sapporo nach Asahikawa sind wir über die Berge und die Landstrassen in der Ebene gefahren. Natürlich auch um die Lavendel-Felder zu besuchen (ein Muss) und den blauen See. Berge, Täler, Tunnels und Regen.
In der Ebene sind viele Häuser leerstehend, zerfallen langsam, die Natur holt sich alles wieder zurück was nicht gepflegt wird. Ein trauriger Anblick. Kleine Weiler sind ausgestorben. Die Landflucht hat längst begonnen. Es zieht die Leute in die Stadt.
Derzeit ist Hokkaido in der Landwirschaft führend in Japan und liegt an der Spitze der Produktion von Reis, Weizen, Kartoffeln, Bohnen, Zuckerrüben, Gemüse und besonders Milchprodukten.
Wo sind die Kühe, Schweine, Ziegen, Schafe, Hühner und Pferde? Bis heute habe ich noch kein Tier gesehen ausser einem Fuchs auf der Strasse. Übrigens Bären auch nicht. 🙂

Reisfeld.

Die Lavendelfelder in Furano sind im Sommer ein beliebtes Reiseziel. Die beste Zeit ist von Anfang bis Ende Juli. Die Tomita-Farm ist die bekannteste. Es fing schon 1903 an. Schon bald wurde Lavendel kultiviert für Essenzen und Öle. Die Lavendelfelder wurden in den Japan Tourismuskalender aufgenommen und seither boomt das Geschäft. Das erste Parfüm „Furano“ wurde kreiert. 1990 hat die Farm Tomita den ersten Preis in „Lavender Perfume Fair“ in Frankreich gewonnen.
Es gibt in der Nähe eine Käsefarm. Zu spät – schon geschlossen. Der Käse aus Hokkaido soll sehr gut sein. Es gibt bestimmt noch Gelegenheit ihn zu propieren.





Süss. Alles ist „lilalavendelig“. Es gibt ätherische Öle, Seifen, Badeschaum, Salben für Gesicht und Hände, Gesichtspeeling, sogar Lavendeleiscreme, Lavendelkekse, Lavendelschokolade, Lavendeltee, Lavendel, Lavendel. Schon im Mittelalter galt Lavendel als Heilpflanze und häufig werden die Öle, Salben und Tees in der Heilkunde verwendet.



Es hat geregnet. Zum Essen gabs frisch gekochte weisse Maiskolben, sowie Melone. とでもおおいしです. Sehr lecker, vorallem die Maiskolben die so anders schmecken als bei uns.
Nun zum blauen Teich. Der blaue Teich (Aoiike) befindet sich nahe der Stadt Biei und ist auf dem Weg nach Asahikawa. Er ist für seine aussergewöhnliche Farbe und die im Wasser stehenden Bäume bekannt. Der Teich entstand eher zufällig, nachdem am Biei Fluss Bauarbeiten zu einem Damm durchgeführt wurden , um die nahegelegene Stadt vor Schlammlawinen durch den nahen Tokachi Vulkan zu schützen. So wurde ein Teil des dortigen Waldes überschwemmt und bildet seither den Teich. Die Besonderheit ist das kobaltblaue Wasser, dessen Farbe durch das enthaltene Aluminiumhydroxid entsteht und dem Teich seinen Namen verleiht. Bis vor einigen Jahren war er noch keine Touristenatraktion, gewinnt aber vor allem durch soziale Medien immer mehr an Aufmerksamkeit.


Ein zweiter touristischer Hotspot. Nun gehts weiter nach Asahikawa.
Hokkaido Lands for Sale – Japan Real Estate. https:// http://www.japan-property.jp
Farmen, Häuser mit Land oder ohne zu verkaufen. 🙂 die Gelegenheit.

Mit Skigebiet. Noch ist es Schneesicher.

Bis bald in Wakkanai – das Ende der Insel Hokkaido.