Mit Autofahren geht es gut. Bis man in die Berge kommt. Es geht durch hundert Tunnels, über Schluchten und wieder Tunnels – kurz grün – wieder Berge und Tunnels.
Endlich nach ungefähr 4 Stunden in Takayama angekommen. Takayama liegt mitten in den Bergen. Die Stadt mit den reichen Holzressourcen brachte gutausgebildete Zimmerleute hervor. Dank der sehr abgeschiedenen Lage blieben hier ganze Strassen aus der Edo-Zeit erhalten. Im Buch Lonley Planet von 2019 steht, dass es viele winzige Läden, Galerien und Restaurants sowie Museen gibt. Leider ist dem nicht mehr so. Ein paar Läden mit Souvenirs, 2 Museen geschlossen – im Moment für immer – Galerien habe ich keine entdeckt. Tempel sind alle noch da.
Die Takayama-Festwagenhalle existiert noch. Interessant. Das Fest (Matsuri) im Frühling soll eines der wichtigsten sein, ausser Kyoto’s Gion Matsuri und das Chichibu Yomatsuri.

Einer der Schreine.

Festhalle, da werden die Prunkstücke aufbewahrt bis zum nächsten Fest im Oktober. Frühling und Herbst wird gefeiert.
Wikipedia
Matsuri (japanisch 祭り oder 祭) sind japanische Volksfeste. Sie unterscheiden sich durch regionale Besonderheiten und stehen oft im Zusammenhang mit dem örtlichen Shintō-Schrein oder buddhistischen Tempel.
Matsuri sind ausgelassene Feste, die aus dem Jahresablauf der Bauern entstanden sind. Es gibt kein landesweites Matsuri in ganz Japan, aber charakteristisch sind Frühlingsfeste zur Zeit der Kirschblüte (Hana-Matsuri) und herbstliche Feste, die im Zusammenhang mit der Reisernte stehen. Mit den Matsuri verbunden sind Tanz, Musik, Sake-Gelage und Essen. Höhepunkt ist der festliche Umzug von Mikoshi-Schreinen.

Kinder müssen früh lernen und sind schon um 08:00 Uhr auf der Piste.

Oktopusbällchen auf dem Markt.

Takayama Gasse.


Einblick in ein altes Eda Haus von der Yoshijima Familie. Das Haus wurde 1907 gebaut von einem bekannten Schreiner/Zimmermann nach der traditionellen Art der Takayamahäuser aus der Zeit. Ist nun ein Museum.
Die Familie Yoshijima war zu der Zeit eine bekannte, reiche Familie und eine Sake-Brauerei gehörte dazu.
Takayama war nicht so mein Fall. Das Hotel war super, da weit und breit kein Restaurant, nur ein Hamburgershop. So konnte ich im Hotel Essen. Das war sehr angenehm und gut.
Nahe Takayama gibt es noch ein Städtchen, dass ähnlich aussah wie Takayama – Hida – jedoch viel kleiner und ohne Touristen. Bis ich es gefunden hatte bin ich noch die Berge hoch. Bin auf einer „Alp“ gelandet. Die zwei Frau die das bewirtschaften waren sehr gesprächig. Wir haben uns köstlich amüsiert.

Haben mir ihre selbstgebastelten Papiertaschen geschenkt.


Auf dem Berg – geht auch.

Nur Berge rundherum.

Sehr kurvige Strasse. Die Flachländer hätten sicher Mühe auf dieser Bergstrasse!

Hida das kleine Städtchen.


Die Katzen werden ja verehrt.


Sehr schönes kleines Museum.
Der Museum „Kassenmann“ „hat mir von Segantini vorgeschwärmt. In die Schweiz – das ist sein Traum. Er muss sich aber beeilen, da er schon ein gewisses Alter hat.
Weiter nach Shirakawa-go und Gokayama
In den abgeschiedenen Bergregionen Shirakawa-go und Gokayama zwischen Takayama und Kanazawa findet man viele Bauernhöfe im berühmten Gassho-Zukuri-Stil, so genannt nach der A-förmigen Bauweise der Strohdächer. Vor allem bei klarem Wetter oder Schnee sind die rustikalen Häuser hübsch anzusehen. in den Herzen der Japaner nehmen sie einen besonderen Platz ein. Nach wie vor wird leidenschaftlich darüber debattiert, welche Auswirkungen die einfallenden Touristenbusse auf die einzigartigen Gemeinden haben und wie man mit diesem Problem umgehen sollte. Viele Einwohne fühlen sich durch den Strom der Touristen gestört.
Von Dezember bis April sind die meisten Bergstrassen unpassierbar durch den vielen Schnee. Das Shokawa-Tal in der Präfekturen Gifu und Toyama. Das Tal war früher Zuflucht für Verfolgte. Bis in die 70er Jahre wurden in den Schilfgedeckten Gassho-Zuauri-Häusern Seidenraupen gezüchtet.
Etwas zum Essen. Die Spezialitäten von Gifu sind: Ayu- der Fisch wird über Feuer gegrillt und mit wenig Salz bestreut und ist unmöglich zu Essen da man quasi um die Geräte abnagt. Schmeckt aber gut. Hida Rindfleisch ist für seine Marmorierung und Fettschicht bekannt. Bis jetzt habe ich noch nie eine Kuh gesehen. Ich bin doch durch viele Dörfer und Weiler gefahren. Keichan – frittierte Hühnerschenkel mit Kraut und Knoblauch-Sojasauce. Habe auch noch nie Hühner gesehen.





Waschen geht auch direkt am Kanal.

Gassho-Dächer haben eine Neigung von 60 Grad. Das Stroh besteht aus bis zu einem Meter dicken Chinaschilf.

Diese Häuser haben keine Nägel. Balken sind mit Strohseilen zusammengebunden.
Hier habe ich kleines Gästehaus entdeckt. Reizend. Der Freund des Besitzers konnte sehr gut englisch und hat mir erklärt, dass das Haupthaus vom Vater übernommen wurde und ausgebaut. Alter Stil mit Tatamimatten und ein Dormitoir.
Die zwei anderen Häuser mit je 6 Zimmer sind ganz neu und richtig schön. Ganz tolle Architektur. Leider gibt es nichts zu essen. Aber wie überall steht ein Getränkeautomat und eine Mikrowelle bereit sowie ein Wasserkocher mit Tee und Kaffee. Auch Instantnudeln waren vorhanden.

Soba Nudeln kalt im Dorf – Restaurant schliesst um 3pm.

Gästehaus – sehr angenehm.

Nun nach Kanazwawa. Es regnete in Strömen. Zum Glück gabs viele Tunnels. In Kanazawa Autovermietung nicht gefunden. GPS führte mich immer in einen Hinterhof. Das Office war um die Ecke. Die Autoabgabe an einem anderen Ort. Falsche Telefon-Nummer eingegeben!
Pizzeria auch um die Ecke!