Im 15. Jahrhundert wurde Kanazawa von einer autonomen buddhistischen Regierung kontrolliert, die 1583 Maeda Toshiie, Kopf des einflussreichen Maeda-Clans ablöste. Kanazawa bedeutet „goldene Marsch“. In ihrer Blütezeit war die Gegend die reichste von ganz Japan. Jedes Jahr wurden hier ganze fünf Millionen Scheffel Reis geerntet. Der daraus resultierende Wohlstand ermöglichte den Maeda, die Schönen Künste zu fördern. Noch heute ist die Stadt ein nationales Kulturzentrum.
Da es keine strategisch wichtige Eindichtung gibt, wurde der Ort im zweiten Weltkrieg nicht beschossen. Viele historische Gebäude und kulturelle Stätte sind erhalten geblieben.
Es gibt viele Museen, die tolle Ausstellungen haben. Moderne Kunst, handwerkliche Kunst, Goldmuseum, Geisha Museum das mir sehr gut gefiel. Es wurde renoviert, da Kanazawa ein Geisha-Viertel hat und die Geishas das ganz Viertel für sich beanspruchen. Das Museum bewahrt die Geschichte von Higashi Chayagai. (berühmte Geisha) Das 1820 entstanden Vergnügungsviertel gehörte zu den grössten ausserhalb von Kyoto und Edo. Es wurde von Adligen und reichen Geschäftsleuten frequentiert.

1881 wurde die Burg komplett zerstört bei einem Brand. Nun wurde sie getreu nachgebaut.
Der Kenroku-en-Garten der dazugehört ist traumhaft. Er ist weitläufig, abgeschieden, kunstfertig, mit Wasser und weitem Blick. Gehörte auch zur Maeda-Familie.


Sogar die Gärtner und Arbeitsmaterial sind in harmonischen Farben gehalten.
Omiche Markt
In dem 300 Jahre alten Markt sind ca. 150 Läden die hauptsächlich Fisch anbieten. Blumen, Gemüse und Früchte.
Ein paar Bilder ohne Kommentar








Mein Essen – Tempura – Shrimps, Fisch und Gemüse (meistens Süsskartoffel und Aubergine) Der Teig Tempura ist fein und zart. (nicht vergleichbar mit unseren Eglifilet im Teig) Die Misosuppe darf nicht fehlen. Es gibt viele verschiedene Sorten. Die ohne Dashi (Fischsud) mag ich am liebsten.
Mein Highlight in Kanazawa war das D.-T.-Suzuki-Museum. Ein edler, ruhiger, spiritueller Bau ist Daisetsu Teitaro Suzuki gewidmet, einem der führenden buddhistischen Philosophen und Schriftsteller unserer Zeit. Er publizierte auf Japanisch und Englisch. Suzuki wird zugeschrieben, das Zen-Konzept in den westlichen Ländern bekannt gemacht zu haben. Das beeindruckende Betongebäude verkörpert die Essenz des Zens.
Words by D. T. Suzuki
The scent of young trees might be good, but the color of old trees is not bad at all. New things do not have depth; they are exactly what they look like on the surface. In contrast, old things have a misterious depth that appeals to people’s souls.
Original text in Japanese (tentative translation) Yawaragi the Spirit of Gentleness, of Mellowness 1947


Ich habe mir vorgenommen mich ein bisschen mehr mit dem Zen-Buddhismus zu beschäftigen.
Bevor der Taifun mich 2 Tage blockierte in Kanazawa war ich an der Uchinada Coast. ca. 30 Minuten mit dem Zug. Jedoch 20 Minuten zu Fuss vom Bahnhof zum Meer. Unterwegs gab es eine Bäckerei, „Brise de mer“ mit der besten Zimtschnecke die ich je gegessen habe.





Auch Kinder in der Kinderkrippe sind farblich abgestimmt.

Strasse zum Meer.
Dann 2 Tage nichts. Sturm. Taifun.

Aus dem Hotelzimmer 26. Stockwerk.
Kanazawa Mitsuri Festival folgt.
Beim Suzuki-Museum dachte ich erstmal an Motorräder! Nicht an Kunst im schöngeistgen Sinne. 🙂
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Warst du denn auch mal im Meer baden, um die hormetischen Kräfte zu aktivieren? Bring doch mal so eine Zimtschnecke mit (wußte gar nicht das du Zimtschnecken magst). So geht reisen – du machst mal wieder Alles richtig! Bin etwas neidisch, nein sehr neidisch…. 😉
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