Die ruhmreichen Zeiten von Japan erster Hauptstadt der Feudalzeit (von 1185 bis 1333) fielen zusammen mit der Ausbreitung des volkstümlichen Buddhismus im Land. Noch heute zeugen die grossartigen Tempe in der Gegend von diesem Erbe. Dazu herrscht in Kamakura mit tollen Restaurants und Surfern eine schöne Atmosphäre. Nur eine Stunde von Tokyo Station entfernt, ist es an Wochenenden und während der Ferienzeit oft total überlaufen.
Während der Edo-Zeit war Kamakura kaum mehr als ein Dorf. Erst mit der Eröffnung einer Bahnstrecke zur Jahrhundertwende erwachte die Stadt am Meer als Urlaubsort zu neuem Leben. Noch heute säumen die Sommerhäuser wohlhabender Tokioter die Shonan-Küste.
Daibutsu – Vor dem Kotoku-in, einem Tempel der Jo-do-Schule, steht Kamkuras berühmteste Sehenswürdigkeit, die 11,4 Meter hohe Statue eines Amida-Buddhas. Die Skulptur wurde 1252 fertiggestellt. Einst befand sich die Skulptur in einer riesigen Halle, doch als diese 1498 von einem Tsunami weggespült wurde, verblieb sie im Freien.

Der Weg zum Buddha. Wir waren sehr früh unterwegs. (Carola Kollegin von der Schule)



Enoshima Electric Railway kurz Enoden genannt ist eine japanische Bahngesellschaft. Im Jahre 1900 gegründet. Die Bahn fährt von Kamakura nach Fujisawa Station. Die Strecke ist nur 10 km lang. Das schönste ist, dass ein Teil entlang der Küste verläuft. Eine weitere Besonderheit ist, dass die Bahn auf einem kurzen Abschnitt zwischen Koshigoe und Enoshima quasi zur Strassenbahn wird.

Hase-dera Tempel Stadion mit dem „Zügli“ Hase. Hat aber nichts mit dem Hasen zu tun.

Kannon Museum. Das Museum beherbergt eine kleine Sammlung von religiöser Kunst und Plastiken aus Kamakura. Einige Werke stellen den friedlichen Jizo dar, den buddhistischen Schutzheiligen der Reisenden, Kinder und Ungeborenen.

Der Tokasan-Tempel der Rinzaishu-Kencho-ji Schule wurde einst als Tempel für den Tantrischen Buddhismus gebaut und dann in einem Zentempel umgewandelt. Als eigentliche Attraktion gelten der stimmungsvolle Steingarten und das Teehaus.

Tempel Etiquette. Hände waschen am Wasserbecken. Mit dem Wasserschöpfer zuerst die linke dann die rechte Hand. Hände nicht über dem Brunnen waschen. Gebrauchtes Wasser nicht zurück in den Brunnen geben.
Im Tempel oder Schrein: Wie man betet. 1. Zweimal verbeugen, 2. Zweimal in die Hände klatschen, 3. In Ruhe beten mit Händen vor der Brust zusammen, 4. Nochmals verbeugen. (Fertig)

Grimmig aussehenden Tempelwächter

Der Hasedera Tempel. Jizo ist eine buddhistische Figur und verkörpert eine Art Doppelrolle im Jenseitsgauben der Religion. Er begleitet die Seelen auf ihrem Weg in die Unterwelt. Legenden erzählen, wie er in die Hölle hinabsteigt und die Sünder rettet. Daher findet man die meisten Jizo-Statuen auch auf Friedhöfen. In der japanischen Mythologie verbleiben Seelen von Kindern, die vor ihren Eltern sterben, in einer Art Zwischenwelt gefangen, da sie den Fluss Sanzu ins Jenseits nicht alleine überqueren können. Der Schutzgott Jizo soll ihnen dabei helfen, den Fluss zu überqueren und ins Jenseits überzugehen.
Aus diesem Grund tragen die Statuen oft rote Lätzchen. Diese werden von Eltern umgebunden, damit die Statuen die Kinder auf ihrem Weg besser finden kann. Ebenfalls auffällig ist, dass sich neben den Statuen oft auch aufgeschichtete Steine befinden. Dies ist eine Gefälligkeit von Reisenden, die ebenfalls dabei helfen soll, dass die Gottheit die Kinder schneller finden kann.

Jizo-Statuen haben in Japan eine ganz besondere Bedeutung. Sie sind die Begleiter der verstorbenen Kinder ins Totenreich.


Der Garten ist eine Pracht. Treppensteigen ist angesagt. Dafür wird man belohnt mit einer tollen Aussicht.


Weiter geht es mit dem „Bähnli“ nach Enoshima. Eine kurze Fahrt. Sie bringt uns zu einem Strand mit der Felseninsel Enoshima als Hauptattraktion. Über die Brücke, die am Strand beginnt, und dann aufwärts durch die schmalen Kopfsteinpflaster-Gasse geht es hoch zum Enoshima-jinja Schrein. Einem Schrein für die Meeresgöttin Benzaiten. Die Insel ist ein beliebter Treffpunkt für Dates. Die Restaurant auf der Klippe gewähren Blick in den Sonnenuntergang. Im Sommer verwandelt sich der schwarze Sandstrand von Enoshima in ein Art Shibuya am Meer. (Shibuya die bekannte Kreuzung in Tokyo) Leider konnten wir nicht zum Schrein, da zu viele Leute. Schade – Ein andermal.


Den Sonnenuntergang haben wir auch verpasst. 🙂

Kleine Kaffeepause!

Einen super Tag verbracht, jedoch lange nicht alle Tempel gesehen. Je später der Tag – eine Invasion von Personen… Schnell weg von hier. Bis bald.
Wunderschön dieser Tokasan-Tempel, tolle Bilder Rita!
Weiterhin viele schöne Erlebnisse und Eindrücke! Lg Mike
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Wunderschön die Bilder der faszinierenden Tempelanlagen. Scheinbar wird in Japan nach wie vor Maske getragen.
温かい願い
Christian
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tolle eindrücke die du mit uns teilst, liebi rita – thx!! weiterhin ein wunderbare zeit, hug doris
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